Matthias Zschokke


© Karoline Bofinger

  • 1954 in Bern geboren
  • lebt seit 1980 als Autor und Filmemacher in Berlin

MAX (Roman, List Verlag München, 1982): "Wenn Zschokkes Max gegen die Welt anrennt, ist er immer einsam. Denn er ist aufseine eigene Sprache angewiesen. Das ist mühsam. Und man bleibt unerhört. Weil das so fein ist, was sie sagt." (Süddeutsche Zeitung, 1.4.1982); Für MAX erhält Matthias Zschokke den Robert-Walser-Preis.

PRINZ HANS (Roman, List Verlag München, 1984): "Auch in Zschokkes zweitem Buch PRINZ HANS finden sich wiederum 1001 köstliche Beobachtungen und Reflexionen von melancholischem Witz. (...) Ab Seite 134 ereignet sich jedoch ein literarisches Wunder: Hier setzt sich die Prosa fort mit einem Theaterstück, das sich als eine große Kostbarkeit herausstellt. (...) Der Rezensent behauptet, es hat eine ähnliche literarische Qualität wie Georg Büchners vor fast 150 Jahren entstandenes Bühnenwerk Leonce und Lena." (Frankfurter Rundschau, 5.5.1984) Gemeint ist das Theaterstück:

ELEFANTEN KÖNNEN NICHT IN DIE LUFT SPRINGEN, WEIL SIE ZU DICK SIND - ODER WOLLEN SIE NICHT (1983, Uraufführung 1986 in Berlin und Zürich): "Theater wie dieses macht süchtig."

(Zitty, Mai 1986); "...ein vielschichtiges, bizarr versponnenes Stück von hohem intellektuellen Reiz und subversiver Komik." (Deutschlandfunk Köln, Mai 1986);

EDVIGE SCIMITT (Von Vietinghoff/Xanadu- Produktion Berlin/Zürich und ZDF, 1985, Film): "Ein eigenwilliges Drehbuch, präzise Dialoge voll Ironie und Komik, eine die Möglichkeiten theatralischer Übersteigerung geschickt nutzende Inszenierung, phantasievolle Bildideen machen Zschokkes Film zu einem gelungenen Versuch, auf spielerische Weise gängige filmische Erzählformen zu durchbrechen." (Neue Zürcher Zeitung, 11.6.1986); Preis der Deutschen Filmkritik für den besten Spielfilm 1985;

ERSIEES (Roman, List Verlag München, 1986): "Und man trifft in diesem ungewöhnlichen Buch nicht nur auf tiefsinnig-leichtfertige Aperçus, witzige Bemerkungen, sich überpurzelnde Einfälle, sondern auch auf Sätze, denen mit Humor und freundlichem Klatschen nicht beizukommen ist." (Neue Zürcher Zeitung, 9.5.1986);

BRUT (1986, Theaterstück, Uraufführung 1988 in Bonn): "Wir befinden uns in einer so kühnen wie großartigen Farce. Wir befinden uns in einer Theaterentdeckung." (WDR,25.11.1988); "Das markierte Porträt einer Generation." (FAZ, 22.12.1988); "Auf so lustvolle Weise heiter und leicht und märchenhaft und nicht von dieser Welt, daß wir zu schweben glaubten." (Basler Zeitung, 2.1.1990); 1989 bester Nachwuchsautor in der Kritikerumfrage von "theater heute"; 1991 Buchausgabe im Luchterhand Literaturverlag; 1992 englischsprachige Erstaufführung in Hull, 1993 französischsprachige in Genf;

DER WILDE MANN (Xanadu-Produktion Zürich und ZDF, 1988, Film): "Ein absurdreales Pandämonium des ganz normalen Wahnsinns... Ist die Wirklichkeit nun absurd, oder die Absurdität real?... Und noch eins: Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen so erotisch gefilmten nackten Mann wie Dieter Laser gesehen zu haben." (die tageszeitung, 9.1.1989);

PIRATEN (Roman, Luchterhand Literaturverlag, Frankfurt/Main, 1991): "Zschokke, ein hintersinniger, listenreichen Schwadroneur und geistreicher Fabulierer, erweist sich hier einmal mehr als ein Meister der Ironie und des Witzes, eines Witzes, hinter dem Schrecken lauert." (Der Tagesspiegel, 17.3.1991);

DIE ALPHABETEN (1990, Theaterstück, Gerhart- Hauptmann-Preis 1992, Uraufführung 25.9.1994 Stadttheater Bern, deutsche Erstaufführung 16.10.1994 Deutsches Theater Berlin): "Der eindeutig klare Gewinner beider Veranstaltungen heißt Matthias Zschokke. Sein somnambules, trotzdem hellwaches Traum-Stück hat seine Bühnentauglichkeit mit Bravour bestanden und wartet darauf, ins Repertoire ambitionierter Bühnen aufgenommen zu werden." (Theater der Zeit,November/Dezember 1984);

DER REICHE FREUND (1994, Theaterstück, Uraufführung 18.3.1995 Staatstheater Hannover): "Seine vierte und wahrscheinlich seine beste Komödie, gewiß eines der besten Stücke dieser Saison."(Frankfurter Rundschau, 22.3.1995);

DER DICKE DICHTER (Roman, Bruckner & Thünker Verlag, CH-Les Bois,Mai 1995)

ERHÖHTE WALDBRANDGEFAHR (1997, Spielfilm)

DIE EXZENTRISCHEN (1998, Theaterstück)

DAS LOSE GLÜCK (Roman, Ammann Verlag, Zürich, 1999)

DIE SINGENDE KOMMISSARIN (2000, Theaterstück) UA 17. Januar 2002, Berlin, Renaissance-Theater (Titelrolle: Judy Winter; Regie: Kay Neumann)

DIE EINLADUNG (2001, Theaterstück) UA frei

RAGHADAN (2005, Theaterstück) UA frei

MAURICE MIT HUHN (Roman, Ammann Verlag, Zürich, 2006)

"Das Publikum soll an das denken, was ihm einfällt. Am Schluß soll es klatschen." (Matthias Zschokke: Berlinische Dramaturgie)

Werke in unserem Katalog:

Brut
3D 6H

Der reiche Freund
2D 3H

Die Alphabeten
7D 8H

Die Einladung [frei zur UA]
3D 5H

Die Exzentrischen [frei zur UA]
2D 4H

Die singende Kommissarin
1D 1H

Elefanten können nicht in die Luft springen,...
2D 10H

Raghadan [frei zur UA]
4D 6H

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