
Wer Kai Hensel bislang nur als Theaterautor (u. a. "Klamms Krieg", "Welche DRoge passt zu mir?") kennen sollte, der kann sich nun im Kino von den Qualitäten des Drehbuchautors Hensel überzeugen: In Salzburg hatte dieser Tage sein neuer Film "Am Ende des Tages" Premiere. Der Psychothriller in der Regie von Peter Payer geht in Österreich mit 32 Kopien an den Start und wird in Deutschland erstmals bei den Hofer Filmtagen im Oktober zu sehen sein.
"Es ist ein sehr guter Thriller geworden, mit Tempo, erstklassiger Bildsprache (die Schönheit der österreichischen Natur als Kontrapunkt), sehr, sehr guten Schauspielern und glaubwürdigen Dialogen ... Rücksichtslosigkeit, psychische Gewalt, Bedenkenlosigkeit, das gehört zur Grundausstattung vieler unserer politischen Aufsteiger. Aber der Weg dorthin, die psychische Deformation unter dem Druck des Perfekt-sein-Müssens, ist in diesem professionellen österreichischen Film beeindruckend nachvollzogen."
DER STANDARD
"Bei den Dreharbeiten hat sich das Team der Textvorlage von Kai Hensel wie einem Theaterstück genähert, meint Regisseur Payer. "Drei Personen, zwei Autos, eine Straße von Wien nach Tirol. Es gibt bis auf ein paar ganz wenige Momente nur drei Figuren. Wir haben wochenlang mit fertigem Text geprobt und den Film szenenweise durchgespielt" ... Das Ergebnis ist großes, verstörendes Kino."
KURIER
"Dieser Psychothriller ist mit Abstand der spannendste österreichische Film seit Jahren. Am Ende des Tages driftet zwischen Haneke und Hitchcock und erzeugt mit nur drei Schauspielern ein Geflecht aus Angst und Schuld, Rache und Vergeltung, dem man sich in keiner Sekunde entziehen kann."
OE24
"Mit seinen geheimen Racheplänen erinnert er fast an „Kill Bill“, nur nicht comichaft überhöht wie bei Tarantino, sondern in ein realistisches Setting zwischen Straße, Auto, Handy und Radio gezwängt. Vor dem Dreh wurde wochenlang geprobt, was dem Film nur gut getan hat. Die schauspielerischen Leistungen des Ensembles sind zur Gänze hervorragend, während die immer pittoresker werdende Landschaft die Innenwelt der Darsteller konterkariert. „Am Ende des Tages“ geht es um die großen Themen, um Schuld und Sühne, um die Grenzen der Liebe, um Moral und Gerechtigkeit ... Ein elegant gestricktes Psycho-Roadmovie."
SALZBURGER NACHRICHTEN