Der "Fonds Darstellende Künste" vergibt aus Anlass seines 25-jährigen Bestehens erstmals den neu gestifteten "George-Tabori-Preis". Der Preis wird an herausragende Ensembles freier Theater- und Tanzschaffender verliehen. Die festliche und öffentliche Übergabe der mit 20.000 und 10.000 Euro dotierten Preise findet am 31. Mai 2010, 19:30 Uhr, im Berliner Ensemble statt.
Der 1985 gegründete „Fonds Darstellende Künste“ fördert seit 1988 herausragende freie Projekte aller Sparten der darstellenden Künste, die sich durch ihre besondere Qualität auszeichnen, von nationaler Bedeutung sind und zur Weiterentwicklung der Künste in Deutschland beitragen. Seine jährlichen Fördermittel in Höhe von einer Million Euro erhält der Fonds von der Kulturstiftung des Bundes. Seit 1988 förderte der Fonds 2.160 Projekte in über 300 Kommunen aller Bundesländer mit 9,1 Mio. Euro.
Die vom Fonds berufene Jury mit Hartmut Krug (Berlin), Marietta Piekenbrock (Essen) und Carena Schlewitt (Basel) entschied sich, die Dresdner Gruppe „norton.commander.productions“ mit dem Hauptpreis in Höhe von 20.000 Euro auszuzeichnen. Harriet und Peter Meining gründeten 1995 ihre freie Gruppe, deren Merkmal genreübergreifende Experimente im Zusammenspiel von Schauspiel, Musik, Gesang und Film jenseits gängiger Ästhetiken sind. Im Zentrum ihrer überregional anerkannten Arbeiten steht die Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlich relevanten Themen.
Den Preis in Höhe von 10.000 Euro erhält das Hamburger Künstlerduo Monika Gintersdorfer und Knut Klaßen. Seit 2005 entwickeln sie gemeinsam mit deutschen und ivorischen Performern neue interkulturelle und transdisziplinäre Formate, die zwischen Tanz, Schauspiel, Sprachen, Musik und Entertainment oszillieren und neue Weltsichten und Spielräume für Künstler und Zuschauer eröffnen.
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