Bruckners Stück spiegelt im Nachkriegs-Wien der zwanziger Jahre die exzessiven
Lebensversuche einer haltlosen Jugend unterschiedlicher sozialer Herkunft.
Intellektuelle Orientierungslosigkeit und ungestillter Liebeshunger macht
sie krank.
Die Medizinstudentin Marie hat in ihrer Studenten - WG voller Stolz zur
Promotionsfeier geladen - Auftakt für einen Reigen, der eine Hand voll junger
Frauen und Männer in ein Beziehungschaos, in sexuellen Machtrausch und
Selbstzerstörung treibt. Marie verliert ihren Freund Petrell, einen naiven
Möchtegern - Poeten, den sie ausgehalten und dominiert hat, an die kleinbürgerliche
Streberin Irene. Verzweifelt flüchtet sie in die Arme der exaltierten Desireé,
ihrer adligen Kommilitonin. Deren Lebensgier hat der Ewigstudent Freder, ein
zynischer Macho, jedoch längst in Sucht und Todestrieb verkehrt. Desireé
tötet sich schließlich mit Veronal, das naiv liebende Zimmermädchen Lucy läßt
sich von Freder zur Prostituierten machen, und nach ihrer missglückten
lesbischen Affäre bittet auch Marie Freder um den Todesstoß. - Ein aufrüttelndes
Gesellschaftsbild, voller Intensität und Dramatik.
Sprechtheater
- Schauspiel
| Damen: | 4 |
| Herren: | 3 |
| Ua: | 16.10.26 Hamburg, Kammerspiele |
| Bestellnr: | 118 |
| Werkangaben: | Schauspiel in drei Akten |
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