Sieben Jahre ist die Ehe von Laura und Giorgio kinderlos geblieben. Eines Tages bringt man sie nach Hause, blutend, geschunden: vergewaltigt. Giorgio ist nahe daran, sie umzubringen, "weil seine Liebe ermordet" wurde. Ihr Anblick freilich, ihre Hilfsbedürftigkeit, ihr Verlangen nach ihm führen sie wieder zusammen. Wie Jungvermählte leben sie in den nächsten Wochen. Aber dann ist es sicher: sie ist schwanger. Nichts ahnt davon der alte Gärtner, der ihr das Okulieren erklärt: die Pflanze muss das Pfropfreis annehmen wollen, die Frucht, die sie selbst nicht bilden konnte, mit ihrer Liebe sich zu eigen machen. Laura ist entschlossen, das Kind zu haben.
Giorgio freilich hat schon den hilfreichen Arzt mitgebracht: nie wird er den Bankert hinnehmen. Dann wird sie gehen. " Nicht das in mir wollte ich retten, was ich noch nicht kenne und nicht fühle, ich wollte die Liebe retten." Und mit dieser Liebe endlich besiegt sie ihn, seine falsche "Ehre", seinen Widerstand. Auch er wird das Kind, wird ihr gemeinsames Schicksal annehmen.
Pirandellos erstes Stück (nach dem Versuch mit einem Einakter) aus dem Jahre 1899 muss so schockierend gewesen sein, dass es erst 1919 aufgeführt werden konnte.
Sprechtheater
- Komödie
Frei zur DSE
| Uebersetzer: | Rössner, Michael |
| Damen: | 4 |
| Herren: | 5 |
| Ua: | 29.01.1919 Mailand, Teatro Manzoni |
| De: | |
| Besetzungshinweis: | Stat. |
| Bestellnr: | 1231 |
| Werkangaben: | Komödie in 3 Akten |
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