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Kai Hensel

Party mit totem Neger

Theaterstück
1 Dame, 2 Herren

Die Party zu Svens 30stem ist zu Ende, bloß Suzann, berauscht von Koks und
Alkohol, hängt verzweifelt in dubios faschistoiden Erlösungsideen fest. Endlich
allein hört Sven den Anrufbeantworter ab. Ob Tim sich gemeldet hat? Da klingelt
es heftig an der Wohnungstür. Daniel, der erst vor kurzem gegangen war, stürmt
herein, gefolgt von Suzann, die eigentlich mit Daniel liiert ist. Beide sind
völlig aufgelöst. Im Hauseingang unten liege blutüberströmt ein Afrikaner.
Daniel verständigt die Polizei. Kurz darauf ist der Schwarze tot. Sven entdeckt
Blutflecken an Daniels Kleidung. Schon lange kennen sich die beiden, waren
Freunde in der Schulzeit. Doch seitdem Sven ein offen schwules Leben führt, hat
er ein feines Gespür für jene, die ihre Beziehungsunfähigkeit und ihren
Selbsthass mit tödlicher Verachtung gegen alles richten, was ihnen fremd und
unnahbar erscheint. Als Sven die Polizei alarmieren will, greift Suzann zum
Messer...

Die Lebensgier und Daseinswut seiner Generation hat Hensel in einem dramatischen
Mikrokosmos von explosiver Kraft gebündelt. Tims Nachricht auf dem AB glimmt am
Ende wie ein winziger Hoffnungsfunke.

Uraufführung: 23. Juni 2000, TiF am Staatschauspiel Dresden
Genre/Kategorie:  Schauspiel
eingetragen am 21.5.2001

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