Theaterstück
frei zur DSE
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Dame,
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Herr
Wer gehört wem? - Das ist hier die Frage. Ein Straßenmusikant, dem die Polizei
wegen öffentlicher Ruhestörung sein Cello abnahm, erhält Hilfe von einer
begabten Geigerin. Der Charme ihres Geigenspiels lässt den Polizisten erweichen
und das beschlagnahmte Instrument an den Besitzer zurückgeben. So beginnt nicht
nur die Freundschaft zwischen dem Cellisten und der Geigerin, sondern, nach
anfänglicher Konkurrenz, auch die zwischen ihren beiden Musikinstrumenten. Die
sind sich schnell in einem Punkt einig: Sind die Instrumente, die die Musik
machen, die ihr einen besonderen Charakter und eine Seele geben. Also sind die
Menschen ihnen und nicht umgekehrt die Instrumente den Menschen zugeordnet. Auf
einer Tournee zum Gipfel des Ruhmes verzehrt sich die Geige so sehr nach dem
daheim gebliebenen Cello und nach der Intimität ihrer gemeinsamen
Hausmusikabende, daß sie ihrer vom blinden Ehrgeiz getriebenen Geigerin den
Dienst verweigert. Die Musikerin gerät nun in große Schwierigkeiten und ist
verzweifelt. Schließlich kann nur das Cello helfen, die Sache zu einem guten
Ende und damit an den Anfang zurückzubringen.
