frei zur UA
2
Damen,
3
Herren
Agnes Braun hat ein Problem: "Keiner will mein Geld. Keiner nimmt es mir weg. Ivo - warum überfällst du mich nicht?", fragt Agnes den Wohnungslosen, der mit anderen das Ostberliner Haus bevölkert, das jetzt wieder in den Besitz der Familie Braun übertragen wurde. Agnes rebelliert gegen ihr Erbe, erpresst aus Zwangsarbeit für die Wehrmacht und aus Chinesen-Billigproduktion. Die Schuld der Väter abzutragen, will Agnes den Besitz verteilen und die Welt verändern. Doch Geld (an sich ein Ding ohne Wert) hat die Kraft (selbst oder gerade in dessen Ermangelung), alles und jeden zu verderben: Hans, den souveränen Bänker und Vertrauten der Familie, der's doch immer nur zum Besten richten will, um sich am Ende selbst abzuwickeln und das mit ganzer Konsequenz. Oder Simon, Agnes Bruder, dem zum Geschäftemachen zwar das rechte Händchen fehlt, was ihn nicht abhält, andere dafür in Dienst zu nehmen. Aber auch mit den Hausbesetzern Ivo und Kathrin, kleinkriminell und drogensüchtig, oder dem alten DDR-Ökonom Gombert, der die eigenen vier Wände zur letzten bewaffneten Bastion erklärt, ist kein neuer Staat zu machen. Und so richtet sich Agnes Feldzug gegen das Privateigentum notwendig gegen sie selbst...
