Eigentlich hatte Korinna in der Anzeige ausdrücklich eine Mitbewohnerin gesucht.
Aber wie Simon sich am Telefon einfach darüber hinweggesetzt hat, das fand sie
schon extrem sympathisch. Zwei Wochen später ist er eingezogen, der Beginn einer
eigenwilligen Geschichte. Sie teilen Küche, Bad, Telefon und bald auch mehr
Gefühle, als einer locker-distanzierten Studenten-WG zukommt. Die nächtlichen
Begegnungen am Kühlschrank, die Lebenssignale aus dem Nachbarzimmer, sogar der
Streit um das ewig besetzte Badezimmer und das dauerbelegte Telefon legen bei
beiden eine Sehnsucht nach Verständnis und Geborgenheit bloß.
Dabei trauert Simon immer noch seinem Ex-Freund nach, und Korinna ist schon halb
verheiratet mit ihrem "Kleinen", der sich bei einem Volontariat im fernen NRW
die ersten Sporen verdient.
Sehr sensibel, dabei offen und direkt, beschreibt der erst 25jährige Autor, wie
sich zwei Menschen sehr nahe kommen, ohne je die Angst vor Verletzungen und vor
einer Verantwortung für den anderen ganz ablegen zu können. Das hat viele
nachdenkliche und auch sehr komische Momente. Ist es besser, wenn Adam und Eva
durch Komma getrennt bleiben? Verpassen Korinna und Simon vielleicht die beste
Beziehung ihres Lebens?
"ADAM KOMMA EVA beeindruckt durch eine klug aufgebaute, kammerspielartige
Handlung. Dem Stück wünsche ich einen Regisseur, der diese nicht krampfhaft in
äußerliche Aktionen aufzulösen sucht, statt dessen der 'Lebensform in 16
Aspekten' ihren stillen, dafür um so spannenderen Charakter bewahrt."
Norddeutsche Neueste Nachrichten,
Stephan P. Ingesson zur szenischen Lesung am Volkstheater Rostock,
17./18. November 2000
Sprechtheater
- Schauspiel
| Damen: | 1 |
| Herren: | 1 |
| Ua: | 18.04.2002 Braunschweig, Staatstheater |
| Bestellnr: | 1287 |
Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs GmbH
Schweinfurthstr. 60
D - 14195 Berlin
Telefon: 030 - 897 18 40
Telefax: 030 - 823 39 11
info@kiepenheuer-medien.de
www.kiepenheuer-medien.de