"Es ist Taboris ganz persönliche Geschichte, märchenhaft ausgesponnen,
fragmentarisch verkürzt."
Stuttgarter Nachrichten, 24. Januar
2001
"In der Uraufführung FRÜHZEITIGES ABLEBEN sind zwei schrullige Todeskandidaten
dem Staat entkommen. Der wünscht seinem adretten Volk "gute Unterhaltung" und
entsorgt es, sobald die 50 überschritten ist, mit einer Busfahrt ins Unbekannte.
Tabori rettetet das Paar für diesen Abend vor der Kälte des Jugendwahns in eine
kuschelige Umarmung, spendet Kalauer-Trost. Sie: "Wohin fahren wir?" Er: "Zur
Endstation, ohne Sehnsucht!" Eigentlich ist es kein Theaterstück, sondern eine
kafkaesk verschlungene, wie von Fritz Lang ausgeleuchtete Erzählung, an der die
Dialoge als Fähnchen in der Windmaschine flattern. Der inszenierende Autor,
wieder ganz bei der eigenen Lust am handlichen Mirakel, entwirft ein Szenario
für 18 Schauspieler, lässt aber nur zwei auf die Bühne."
Münchner Abendzeitung, Dieter Stoll, 25. Januar 2001
"Lässig dekliniert Tabori die Grammatik totalitärer Visionen von Kafka bis
"Fahrenheit 451" durch und spiegelt sein Lebensthema, den Holocaust, im
Schicksal der Alten."
Die Welt, 24. Januar 2001
"Und dann zieht Ursula Höpfner plötzlich ihre Stimme hoch und fragt: "Happy
End?" Karge antwortet:"Ja." Dieses wüste glückliche Ende wird man so schnell
nicht vergessen. Karl rastet aus, Santora erkennt die Rettung. Von solchem
Irrwitz hat Taboris Theater immer gezehrt, und wird auch dann noch davon zehren,
wenn der rote Sessel einmal stumm und ohne den Regisseur in der Aufführung
stehen sollte, an der Stelle, die George Tabori für sich ausgesucht hat, um sich
seine Erzählung anzuhören."
Süddeutsche Zeitung, Ralph Hammerthaler, 24. Januar 2001
"Taboris Text ist weniger ein Zeitstück, als eine anspielungsreiche Parabel mit
offenem Ausgang."
Stuttgarter Zeitung, Michael Bienert, 26. Januar 2001
Sprechtheater
- Schauspiel
| Uebersetzer: | Grützmacher-Tabori, Ursula |
| Damen: | 1 |
| Herren: | 1 |
| Ua: | 22.01.01 Berlin, Berliner Ensemble |
| Bestellnr: | 1299 |
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