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Neumann, Jan  “Kredit”

Geld besitzt an sich keinen Wert. Es beinhaltet ein abstraktes Glücksversprechen, das nur über den Tausch gegen Waren, Dienstleistungen, Informationen einzulösen ist. Mit Erwerb und Besitz verbindet sich die Illusion, das Glück - Gefühle der Sicherheit, des Wohlbefindens und Zugehörigkeit - festhalten zu können, der Vergänglichkeit zu entreißen. Hinterlässt ein Mensch, wenn er nicht mehr ist, wirklich das, was er besaß? Oder das, was weiterlebt - in anderen? Familienbande. Erinnerung. Eine fragile Angelegenheit...
Im Zentrum dieser Stückentwicklung steht die Erinnerung an Hans, Vater von fünf Kindern, ein in jeder Hinsicht großzügiger Mensch. Seinen zu frühen Tod nehmen seine Kinder zum Anlass, ein lebendiges Panorama an denkwürdigen Geschichten aufzuspannen. Fünf Schauspieler spielen die Mitglieder einer weit verzweigten Familie über den Zeitraum von rund 60 Jahren. Verschiedene Familienfeiern, Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten, Geburtstage, Beerdigungen sind Stationen, anhand derer Begebenheiten rund um die Themen Geld, Gefühle und Tod erzählt werden. Dabei wechselt sich ein vom Autor fixierter Prosatext ab mit improvisierten Dialogszenen, in denen die Schauspieler die Themen und Charaktere jeden Abend aufs Neue entwickeln und fortschreiben.

Sprechtheater - Schauspiel

Damen:   1
Herren:   4
Bestellnr:   1674
Ua:   18. Januar 2008, schauspielfrankfurt

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