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Šagor, Kristo  “Hautkopf”

Tobias ist lebenshungrig und intelligent. Er will sich selbst definieren und sucht nach Sinn, aber auch Nähe und Zugehörigkeit. Doch nirgendwo findet Tobias Halt und Ziel, das macht ihn zornig. Aus Tobias wird ein Skinhead.
Eine grenzenlose, mit sich selbst beschäftigte Gesellschaft, in der Codes und Schlagworte in immer rasanterem Tempo Gruppen oder auch Minderheiten kreieren, um- und neuformieren, kann Tobias nur sarkastisch von sich weisen. Die "mündigen Streben der Gesellschaft" wie seinen hilflosen Vater, dessen pluralistische, antiautoritäre Ideale keinerlei Reibungs- und Orientierungspunkte bieten, empfindet Tobias als Provokation. Ein machtvoller Rhythmus zieht ihn in seinen Bann. Eine Gruppe Skinheads, angeführt durch eine Frau, stört endlich die hohle Geschäftigkeit gezielt durch brutale Aktionen. Tobias ist fasziniert von Luzies Stärke wie umgekehrt Luzie von Tobias' Schlagfertigkeit. Sie verlieben sich ineinander. Tobias kämpft um Anerkennung in der Gruppe, erlebt seine Initiation und spürt den Reiz der Gewalt und der Macht. Doch als er sich anschickt, seine Anführerin zu beerben, hat Luzie bereits einen anderen Weg eingeschlagen. Ihr tragisches Ende liefert prompt den Stoff für das nächste Medienspektakel...

Sprechtheater - Oper, Libretto

Damen:   2
Herren:   5
Bestellnr:   1604
Ua:   13. Oktober 2005, Neuköllner Oper

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