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Laucke, Dirk  “Jimi Bowatski hat kein Schamgefühl”

Jochen Bowatski lässt sich von allen gern Jimi nennen, weil alle Großen Jimi hießen - Hendrix, Dean und Morrison. Nur sind alle großen Jimis tot und Jochen ist gerade 50 geworden. Die Autozuliefer-Fabrik, in der er seit zwanzig Jahren arbeitet, wird nach Indien verfrachtet und er steht vor dem Aus. Er schnappt sich seinen Kumpel Markus Welt, dessen Tochter und Lebensinhalt sich demnächst wohl auch mit ihrer Mutter, Markus' Ex, aus dem Radius seiner ALG II-technischen Residenzpflicht verabschieden wird. Markus' Ex hat einen besseren Job in der Schweiz. Da marschieren Jimi und Markus ins Werk, um dem Chef die Rechnung zu präsentieren, doch statt des Chefs im Büro erwischen sie seine Frau in flagranti mit dem jungen, schicken Lúc, man kann ihn auch Lutz nennen. Als der Werksleiter auch noch tot aufgefunden wird, übernimmt Jimi Bowatski gänzlich die Kontrolle. Die Inder werden am nächsten Tag heimgeschickt, das Werk besetzt. Und Jimi Bowatski wäre kein echter Jimi, wenn das nicht ein von Erfolg gekröntes Unternehmen wäre. Jimis Aktion zur Sicherung deutscher Arbeitsplätze wird als Modellprojekt gepriesen. Sogar Markus' Ex kommt aus der Schweiz vorbei, um mit ihm über seine Vaterrolle zu reden. Nur der gigolomäßige Lúc will sich mit einer richtigen Arbeit nicht so ganz anfreunden und kriegt seine Rechnung präsentiert, als Jimi Bowatski sein Schamgefühl gänzlich verloren hat.
Dirk Lauckes neues Stück erzählt von echten Helden und wahren Freunden, die bei jedem Schritt auf neue Feindbilder stoßen, auch wenn stets die alten Abhängigkeiten im Spiel sind.
Schauspielhaus Bochum

Sprechtheater - Schauspiel

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Aufführungsgeschichte:   UA: Januar 2013, Schauspielhaus Bochum

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