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Laucke, Dirk  “Für alle reicht es nicht”

Als Jo und Anna bepackt mit einer Ladung "illegaler" tschechischer Kippen durch die Botanik Richtung Deutschland stapfen, fühlen sie sich nicht gerade wie Sieger der Geschichte. Obwohl die Grenze für sie inzwischen zur nostalgischen Erinnerung an Grenzerschikane und Zollkontrollettis geronnen ist, haben sie längst kapiert, dass kleinkrimineller Schwarzmarkthandel auch nur für ein Leben von der Hand in den Mund reicht. Aber dann steht da plötzlich wie eine Fata Morgana dieser Transporter mit dem undefinierbaren Autokennzeichen vor ihnen im Wald und darinnen finden sie haufenweise Schmuggel-Zigaretten und ein paar halbtote Asiaten. Winkt hier vielleicht der ganz große Deal? - Das fragt sich auf der anderen Seite der Grenze auch Heiner, ein ehemaliger NVA-Offizier. Liebevoll hat er seinen Panzer Martina wieder hochgepäppelt, um darin zukünftig gegen Cash alt gediente Kameraden und frisch begeisterte Touris durchs Gelände zu schaukeln. Der Heiner möchte die Fitschis lieber jetzt als gleich wieder los sein. Zumal's ihm beim Zusammentreffen mit echten Vietnamesen schon mal in die Biografie gehagelt hat. Martina, seine Frau, ist damals mit der Tochter rüber in den Westen. Aber: Statt dass Jo die Lasterfuhre endlich hinbringt, wo sie hergekommen ist, jedenfalls wo sie hingehört, steht plötzlich auch noch Ela nebst Enkeltochter auf Heiners Panzerfeld rum. Und der verlauste angeschossene Wolf ist immer noch nicht krepiert.


Das Stück ist eine Auftragsarbeit fürs Staatstheater Dresden und wird aufgeführt im Rahmen des vom Goethe-Institut geförderten Theaterprojekts AFTER THE FALL anlässlich des 20. Mauerfall-Jahrestages.

Sprechtheater - Schauspiel

Damen:   2
Herren:   2
Bestellnr:   1729
Aufführungsgeschichte:   UA: 30. Oktober 2009, Staatsschauspiel Dresden

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