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Völcker, Tine Rahel  “Heimkehrer/Heimwerker - Studie zur deutschen Seele 2”

Im zweiten Teil von Tine Rahel Völckers Studie zur deutschen Seele schließt die Autorin zeitlich fast nahtlos an den ersten Teil an und endet im Jahre 1957. Von Kriegsende an beginnend in der sowjetischen Besatzungszone dienen wieder historische Figuren als Folie für die hier skizzierten Charaktere: Johannes R. Becher als besessener, vom Selbsthass zerfressener Rebell, der skrupellose, über alle Zweifel erhabene Nazi-Arzt Schumann, Walter Janka als verbissen aufrechter Kämpfer und die „Rote Hilde“ Benjamin als verbitterte Witwe und fanatische Kommunistin. Viele der Figuren sind gerade heimgekehrt aus dem Exil, versuchen, sich selbst eine neue Existenz aufzubauen wie auch das Land, das sich ab 1949 DDR nennt. Aber das ist nicht so leicht, denn: „Die Kommunisten sind jetzt Nazis/ Und die Nazis sind Kommunisten“, so Leonard, eine verfremdete Wolfgang-Leonhard-Figur.
Der Boden, auf dem sie stehen, ist brüchig und reißt wie Papier - darunter liegt Deutschland. Völckers Heimkehrer/Heimwerker behandelt die politische Instrumentalisierung von Weimars Mythen, ihre enge Verflechtung mit Kultur und Politik und ihre national-identitätsstiftende „Wirkung“.

Sprechtheater - Schauspiel

Damen:   1
Herren:   3
Bestellnr:   1739
Aufführungsgeschichte:   UA: 1. Oktober 2009 Deutsches Nationaltheater Weimar

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