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Pirandello, Luigi  “Jeder auf seine Weise”

Im Theater wird ein "Schlüsselstück" gespielt, in dem zwei Herren wegen der vielberedeten Affaire einer berüchtigten Dame in Streit geraten, der eine beleidigt, der andere verteidigt sie, endlich ist jeder der Meinung des anderen, die Positionen sind vertauscht - aber die Urbilder im Zu-schauerraum wehren sich gegen die Schaustellung ihres Dramas, die Heldin stürzt auf die Bühne - Skandal, Abbruch der Vorstellung.
Die umgekehrte Situation von "Sechs Personen suchen einen Autor" (beide Stücke und dazu "Heute abend wird aus dem Stegreif gespielt" hat Pirandello als eine Trilogie des " Theaters auf dem Theater " bezeichnet): Hier soll nicht eine Wirklichkeit geschaffen werden, sondern eine Wirklichkeit ist zur Fiktion geworden. Aber auch die Fiktion (die bei Pirandello sonst als das einzig "Reale" erscheint) ist unbeständig, durchsichtig und leicht zu zertrümmern.

Sprechtheater - Schauspiel

Uebersetzer:   Richert, Georg (Rössner, Wendt-Kummer, Sommer)
Damen:   3
Herren:   7
Ua:   22.05.1924 Mailand, Teatro del Filodramatici
De:   19.10.1925 Darmstadt, Landestheater
Besetzungshinweis:   kl. R., Stat.
Bestellnr:   573
Werkangaben:   Stück mit choralen Zwischenspielen

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