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Pirandello, Luigi  “Man weiß nicht wie”

Romeo Daddi sei wahnsinnig geworden, berichtet Respi, der Romeos Frau Bice hartnäckig aber erfolglos den Hof gemacht hat, Giorgio und Ginevra, die doch gerade erst glückliche Tage bei den Daddis, ihren liebsten Freunden, auf deren Gut verbracht haben. Nein, simple Eifersucht ist es nicht, was Romeo verstört hat, und von Raserei kann keine Rede sein: Er sieht nur schärfer als zuvor, er spürt die Geheimnisse in den Menschen, ist sich durch ein wie geträumt erscheinendes, doch nur allzu reales Ereignis "schuldloser Verbrechen" bewusst, die er begangen hat und die er nun auch bei anderen sucht: "Man weiß nicht wie, aber man begeht sie."
Welch eine Reise tief ins Unterbewusstsein der Liebenden, der Freunde, der Menschen. Welche Verwirrungen, welche Erhellungen! Und welche schrecklichen Veränderungen in den Beziehungen untereinander und damit im Leben eines jeden schafft das Bewusstsein! Am Ende des Weges zur Wahrheit, zur Klarheit erwartet den unerbittlich suchenden Romeo der Tod.

Sprechtheater - Schauspiel

Uebersetzer:   Zweig, Stefan
Damen:   2
Herren:   3
Ua:   19.12.34 Prag, Nationaltheater
De:   15.10.63 München, Theater in der Leopoldstr.
Besetzungshinweis:  
Bestellnr:   581
Werkangaben:   Stück in 3 Akten

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