Silia und Leone leben getrennt. Ihre-wohl nicht aus Leichtfertigkeit und Dummheit, eher aus Unbefriedigtsein und vergeblicher Suche nach Lebenssinn geborenen-Kaprizen sind dem Philosophen und Hobbykoch unerträglich. Der Verstandesmensch beobachtet kühl das Verhältnis, das sich zwischen ihr und seinem Freund Guido entwickelt, durchschaut ihr böses Spiel: einer ihr zugefügten Beleidigung wegen soll er sich duellieren. Guido, der Sekundant, handelt mit dem Gegner erschwerte Bedingungen aus. Aber Leone geht einfach nicht hin. So bleibt es am Sekundanten hängen, sich zu schlagen, und Silias große Intrige endet tödlich, nicht für den Mann, sondern für den Geliebten.
Auf dem schmalen Grat zwischen Farce und Tragödie lässt Pirandello seine Figuren ihre Rollen spielen. Marionettenhaft zappeln sie an ihren Drähten, Karikaturen, geprägt von der Moral und der Denkweise ihrer Gesellschaft und ihrer Zeit, doch eben deshalb auch leidende, verzweifelte menschliche Individuen.
Sprechtheater
- Komödie
| Uebersetzer: | Rössner, Michael |
| Damen: | 2 |
| Herren: | 9 |
| Ua: | 06.12.1918 Rom, Teatro Quirino |
| De: | 19.09.1925 Mannheim, Nationaltheater |
| Besetzungshinweis: | Stat. |
| Bestellnr: | 594 |
| Werkangaben: | Komödie in 3 Akten |
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