Komödie in 3 Akten
frei zur DSE
4
Damen,
5
Herren
Nicht simple Eifersucht bedroht Titos und Carlinos Freundschaft, denn dass sie gleichzeitig und gleichermaßen die lie-beguteschöne Melina lieben, ihre gemeinsame Studentenflamme, die dem Ruf der jungen Beamten gefolgt ist und sie versorgt und bemuttert, ist unverrückbar Bestandteil ihrer bescheidenen Existenz. Es will auch nicht einer dem anderen die Verantwortung zuschieben, als Melina schwanger ist und nicht weiß, von wem: nein, jeder will das Kind und seine Mutter annehmen, aber doch nicht, wenn er nicht weiß, ob nicht der andere der Vater ist. Also wird man, um einem Zerwürfnis zu entgehen, das Kind in ein Heim geben. Dann wird man leben können wie zuvor, als Junggesellen im gemeinsamen möblierten Zimmer, ungestört, umhegt von Melina.
Daraus wird nichts, Melina will das Kind für sich, wird arbeiten, um es ernähren zu können, ganz allein wird sie es großziehen.
Das freilich kann Männerstolz nicht zulassen. Streit um die Vaterschaft beginnt (von keinem kann das Kind nicht sein, wer aber ist der eine, dem es zusteht?) und mündet in tödliche Feindschaft. Um einander nicht zu begegnen, verweigern sie sich der jungen Mutter, die, nach schwerer Geburt, so sehr nach ihnen verlangt-und der vor Kummer das Herz bricht. Im letzten Augenblick vom Arzt gerufen, stehen sie vor dem, was ihre Liebe und ihr Hass angerichtet haben - Melina stirbt in ihren Armen. Für das Kind ist gesorgt: Der gute Doktor schafft Adoptiveltern herbei, es wird in Liebe aufwachsen. Aber Tito und Carlino-wie leben sie weiter?
