2 Damen, 3 Herren
Ein Sprengstoffanschlag auf den Hauptbahnhof verbindet als zentrales Ereignis fünf zufällig heraus gegriffene Personen und bündelt im Augenblick der Katastrophe ihre Geschichten. Angesichts der Erschütterung, die ihr Leben in Vorher und Nachher unterteilt, durchleben wir noch einmal prägende Augenblicke ihrer Existenz. Ob verzweifelt ziellos engagierter Student oder frustrierte Ehefrau im esoterischen Befreiungsworkshop, ob einsamer Frührentner unter philosophischem Redezwang, kühle Lebedame mit Aussicht auf emotionale Erweckung oder allround-talentierter Businessman mit eingepflanztem Gutmenschgen – jedes private und vielleicht noch so banale Problem, das die Figuren mit sich herumtragen, trägt eine einzigartige Komik in sich, die trotz des bevorstehenden Unglücks eine ungeheure Leichtigkeit in die Geschichten bringt. Die Schauspieler sind mal Erzähler, mal Hauptfiguren in ihren Episoden oder Nebenfiguren in den anderen. Mit den elementaren Mitteln des Erzählens und des Theaters entwerfen sie zusammen eine Geschichte, die nicht zuletzt ein Kaleidoskop an Haltungen zum Thema Glauben ergibt.
Staatstheater Stuttgart
