Šagor, Kristo

Adam Komma Eva

1 Dame, 1 Herr

Eigentlich hatte Korinna in der Anzeige ausdrücklich eine Mitbewohnerin gesucht. Aber wie Simon sich am Telefon einfach darüber hinweggesetzt hat, das fand sie schon extrem sympathisch. Zwei Wochen später ist er eingezogen, der Beginn einer eigenwilligen Geschichte. Sie teilen Küche, Bad, Telefon und bald auch mehr Gefühle, als einer locker-distanzierten Studenten-WG zukommt. Die nächtlichen Begegnungen am Kühlschrank, die Lebenssignale aus dem Nachbarzimmer, sogar derStreit um das ewig besetzte Badezimmer und das dauerbelegte Telefon legen bei beiden eine Sehnsucht nach Verständnis und Geborgenheit bloß. Dabei trauert Simon immer noch seinem Ex-Freund nach, und Korinna ist schon halbverheiratet mit ihrem "Kleinen", der sich bei einem Volontariat im fernen NRW die ersten Sporen verdient. Sehr sensibel, dabei offen und direkt, beschreibt der Autor, wie sich zwei Menschen sehr nahe kommen, ohne je die Angst vor Verletzungen und vor einer Verantwortung für den anderen ganz ablegen zu können. Das hat viele nachdenkliche und auch sehr komische Momente. Ist es besser, wenn Adam und Eva durch Komma getrennt bleiben? Verpassen Korinna und Simon vielleicht die beste Beziehung ihres Lebens?

"ADAM KOMMA EVA beeindruckt durch eine klug aufgebaute, kammerspielartige Handlung. Dem Stück wünsche ich einen Regisseur, der diese nicht krampfhaft inäußerliche Aktionen aufzulösen sucht, statt dessen der 'Lebensform in 16 Aspekten' ihren stillen, dafür um so spannenderen Charakter bewahrt." Norddeutsche Neueste Nachrichten, Stephan P. Ingesson zur szenischen Lesung am Volkstheater Rostock, 17./18. November 2000

2 Darsteller
Aufführungsgeschichte: UA: 18.04.2002 Braunschweig, Staatstheater
Genre/Kategorie:  Schauspiel

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