Schmied, Erhard

Vier aus Papier

Kinderstück mit Musik

Später Nachmittag im Kindergarten: Als die Kinder und Erzieher nach Hause gegangen sind, entwickeln vier zurückgebliebene Kinderzeichnungen ein phantastisches Eigenleben: Grrr, das Monster, das kraftmeierisch Comiclaute in die Gegend ballert, das überdrehte, gleich mehrere Tiere in sich vereinende Fanti, ein kleines Krickelkrakel und die Prinzessin Anna-Johanna-Katharina-Anastasia-Sissi-Diana Diejenige, die selbstverliebt in Reimen spricht. Die Prinzessin ist besonders gut gelungen und hängt seit fünf Jahren majestätisch in einem Rahmen an der Wand. Jetzt wird es ihr langweilig und sie steigt zu den anderen hinab. Die sind weniger geglückt und liegen zusammengeknüllt am Boden. Natürlich soll sich jetzt alles um die Prinzessin drehen, aber da hat sie sich geschnitten. Denn wer hier warum wessen Freund ist, und wer der Schlauste, Witzigste und Stärkste, das muss sich noch herausstellen. Erst im gemeinsamen Spiel und mit Hilfe von eingängigen Songs, die zwischen Pop, Rapp und Jazz angelegt sind, finden die Vier aus Papier zusammen und verbünden sich schließlich gegen alle Scheren, Radiergummis und sonstigen Papierverderber dieser Welt.

"Vier aus Papier" wurde für den Deutschen Kindertheaterpreis 2002 nominiert. "Vier aus Papier" hat wertvolle Anregungen durch eine Entdeckungsreise erhalten, die der Autor (Jahrgang 1957) zusammen mit dem Überzwerg-Team in einen Saarbrücker Kindergarten unternahm.

"In vier weggeworfenen Kinderzeichnungen werden ihre Urheber lebendig. Stellvertretend für diese entdecken die gezeichneten Figuren im gemeinsamen Spiel den Wert der eigenen Persönlichkeit. Sie überwinden Vorurteile gegenüber den anderen ebenso wie eigen Komplexe, um sich am Schluss miteinander in einen Bilderrahmen zu stellen. Ein leichtes und spielerisches Emanzipationsstück für kleine Kinder."
(aus der Begründung der Jury zur Nominierung für den Deutschen Kindertheaterpreis 2002)

"Da es kurzweilig, witzig, bunt und schnell zugeht, reißt weder der Spannungsbogen ab, noch ist es eine Sekunde langweilig. ... Die Figuren, die sich Autor Erhard Schmied einfallen ließ, sind zwar aus Papier, aber sie reden es nicht. Er entschied sich für witzige Reime und dem Comic entliehene Buchstaben-kanonaden, um seine vier Figuren sich zanken, sich lieb haben, toben und die Feinde des bemalten Papiers, die Schere und den Radiergummi, überwältigen zu lassen. Die Musik Oliver Hottongs entspricht diesem sprachlichen Singsang mit Refrains und eingängigen Melodien, ohne dabei altbacken liedhaft zu sein oder grelle Soundsalven in den Raum zu jagen." Saarbrücker Zeitung, 07.11.2000.

Alter ab 4 J
4 Darsteller
Aufführungsgeschichte: UA: 05.11.2000 Saarbrücken, Theater Überzwerg
Genre/Kategorie:  Kinder

Übersetzungen in andere Sprachen: Englisch, Polnisch, Rumänisch

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