Markus Menhofer

Crazy

nach dem gleichnamigen Roman von Benjamin Lebert
1 Herr

"Ich heiße Benjamin Lebert, bin sechzehn Jahre alt, und ich bin ein Krüppel." So stellt sich Benjamin seiner neuen Klasse vor - nicht das erste Mal, denn schließlich hat er bereits fünf Schulen hinter sich und soll nun im Internat Neuseelen endlich die 8.Klasse bestehen und Abitur machen. Doch was sind schon Mathe und Latein, wenn es so viel wichtigere Dinge zu lernen gibt wie: Was bedeutet eigentlich Freundschaft? Wann hört das verdammte Heimweh endlich auf? Wie bekommt man ein Mädchen dazu, dass es sich für einen interessiert? Wie funktioniert das mit der Sexualität überhaupt? Und vor allem, wie findet man den "Faden des Lebens"? Aber das ist alles nicht so einfach! Und als ob der Alltag mit einer halbseitigen Lähmung nicht schon schwierig genug wäre, mit derPubertät wird einfach alles viel komplizierter... Doch gemeinsam mit seinen Freunden stürzt sich Benjamin in dieses Abenteuer, denn schließlich sind sie ja "Helden" - oder eben einfach nur "crazy"?!

Die Monologfassung von Markus Menhofer übernimmt die Akzentuierung und Perspektive der Romanvorlage, aus der heraus die Hauptfigur Benjamin ihre eigene Geschichte erzählt. Doch die Lebendigkeit der Bühne reißt die tief empfundenen Gedanken aus der Intimität des Tagebuch-Selbstgespräches, macht sie miterlebbar und plastisch. Indem er Erlebnisse und Stimmungen erinnert, schlüpft Benjamin in
die Rollen seiner Freunde, Mitschüler, Lehrer, zitiert Gespräche und Haltungen und bleibt doch immer er selbst - ein 16jähriger auf der Suche, der gerade wegen seiner körperlichen Behinderung vom Abenteuer Erwachsenwerden authentisch, offensiv und schonungslos berichten kann.

1 Darsteller
Aufführungsgeschichte: UA: 2001 Weimar, Kulturexpress
Genre/Kategorie:  Jugend

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