Paravidino, Fausto

Peanuts

5 Damen, 6 Herren

Eigentlich wollte Buddy nur das Mädchen, seinen Schwarm, hierher bringen, ein bisschen angeben mit dem fremden Luxus seiner Bekannten, deren Wohnung er vorübergehend hütet. Aber das Mädchen traut sich nicht ohne Freundin Cindy und die ruft ihren Bruder an und der bringt gleich noch andere mit. Man will sich um jeden Preis amüsieren, und Buddys wachsende Skrupel erzeugen bei den anderen nur Spott und Aggressionen, die sich schließlich am Wohnungsmobiliar entladen. Doch die Verantwortung für die Zerstörung weisen alle von sich. - An dieser Stelle springt das Stück visionär zehn Jahre nach vorn. Brutale Verhöre in einem Polizeikommissariat kennzeichnen die Szene. Die gleichen Personen, jetzt aufgeteilt in Festgenommene und Vertreter der Staatsgewalt, treffen hier aufeinander, hilflos sind die einen den anderen ausgeliefert. Als Bewertungskriterium für den einzelnen gilt inzwischen seine Position in der Pyramide der Macht, während die Verantwortungslosigkeit gegenüber den eigenen Handlungen nun alle Grenzen überschritten hat. Auch ein Menschenleben zählt nun nichts mehr. - Paravidino befragt die Bedeutung ethisch-moralischer Wertmaßstäbe im Zeitalter der Globalisierung.

Übersetzer: Holzer, Georg / Olivi, Laura
Originaltitel: Noccioline
Originalsprache: Italienisch
11 Darsteller
Aufführungsgeschichte: UA: 18.03.2002 Firenze, Teatro della Limonia
DSE: 05.01.2003 München, Bayerisches Staatsschauspiel
Genre/Kategorie:  Schauspiel

Übersetzungen in andere Sprachen: Englisch

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