Šagor, Kristo

Keinem Keiner

1 Dame, 1 Herr

"Keinem Keiner" - beschreibt einen Zustand, eigentlich zwei. Die Situation vor und nach dem Selbstmordattentat auf den Verbraucherschutzminister bei der Wahlkundgebung. Eine sinnlose Tat? Ein Motiv ist nicht klar erkennbar. Die Täter, ein junges Liebespaar, lebten unauffällig unter uns, vielleicht in der Wohnung nebenan. Die Ermittlungen laufen, Spuren werden verfolgt. Er schrieb Briefe ans Ministerium, sie machte Fotos und bastelte Collagen aus Zeitungsbildern. Auf dem Rechner schließlich findet sich reichlich Beweismaterial: Tagebuchaufzeichnungen, Adresslisten, politische Aufsätze und Links zu Diskussionsforen, Hetzschriften. Zusammenhänge werden hergestellt, Theorien erdacht. Auf der Suche nach Indizien rücken einzelne Gegenstände aus der Wohnung in den Focus der Ermittler und Journalisten. Dinge drängen in den Vordergrund, laden sich auf mit Bedeutung, spreizen sich mit eigenen Geschichten. Bis alles einen Sinn ergibt. Einen Sinn? Wo sich die Worte selbst längst jeder Eindeutigkeit verweigern?

2 Darsteller
Aufführungsgeschichte: UA: 07.01.2009 Wien, Schauspielhaus
Genre/Kategorie:  Schauspiel

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