Laucke, Dirk

zu jung zu alt zu deutsch

3 Damen, 2 Herren

Gitte teilt ihren Putzjob in der Blutplasmaspende mit Sascha, der ukrainischen Migrantin ohne Arbeitserlaubnis. Als die beiden aus den abendlichen Putzsessions kleine Parties machen, misstraut Saschas Mann der ominösen Nachtarbeit - und wirft sie raus. Sascha zieht bei ihrer Kollegin ein. Gittes Hang zum Alkohol kostet die beiden den Job. Bleibt nur noch Saschas zweite Putzanstellung. Hier geht's weniger ums Reinigen, als um leicht bekleidete Auftritte bei einem alten Herren, der sich selbst zu diesem Anlass in eine SS-Uniform wirft. Bei Sascha brennen die Lichter durch, die Vergangenheit bricht auf. Ist jetzt die Zeit der späten Rache? - Der alte Mann in SS-Uniform stirbt an Herzinfarkt. Gitte und Sascha finden Geld zwischen den Konservendosen und dem bellenden Köter des Toten und hauen ab. Aber wohin? ...
Roy ist fit, vollgepumpt mit Amphetaminen, stockbesoffen, und den ersten Tag aus dem Knast raus. Erste Devise also: Frauen abschleppen. Leider trifft er ausgerechnet Lydia, seine Ex auf dieser beschissnen Party. Lydia will grad ihrem neuen Freund Jens von ihrer Schwangerschaft berichten. Roy funkt dazwischen. So begegnen sich Lydia und Roy in der Notaufnahme wieder. Der lädierte Jens wird Zeuge und nimmt die beiden mit auf eine Zugfahrt. Wohin weiß niemand so genau. Immer wieder bohrt Roy in Lydias Vergangenheit rum. Ihr Opa, der Nazi. Lydia habe ihn umgebracht... Jens füllt Roy weiter ab. Lydia erzählt Jens wie es wirklich war. Sie wollten ihrem Opa Geld abnehmen. Dann auf LSD hatten sie womöglich den Plan ihn umzubringen, doch bei ihm angekommen, lag Opa Karlchen schon tot in SS-Uniform in seiner Wohnung. Roy begann, die Leiche zu bemalen. Da wurde es Lydia zuviel. Auch damals war sie schwanger...
Beide Geschichten sind in drei Ebenen miteinander verschnitten - ein Spiel mit Gegenwart und Vergangenheit.
Dirk Laucke

5 Darsteller
Aufführungsgeschichte: UA: 15.05.2009 Osnabrück, Städtische Bühnen
Genre/Kategorie:  Schauspiel

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