Haddon, Mark

Polar Bears

2 Damen, 3 Herren

Kay ist Prinzessin und Ungeheuer. John dachte, dass er mit ihren Stimmungsschwankungen klar kommt, aber er scheitert an der Kay, die er nicht versteht und nicht stoppen kann. Seine Ehe endet mit einer Toten im Keller. Das Stück springt durch verschiedene Zeitsequenzen und blättert die Familiengeschichte auf: Da ist das alte abgelegene Haus, in dem Kay und ihr Bruder Sandy aufwuchsen und in dem sich ihr Vater erhängt hat. Mutter Margaret klammert sich an Kay und ist gleichzeitig mit den Ups and Downs ihrer Tochter überfordert. Sandy zeigt als Kind brutale Züge, der direkte Angriff ist seine Verteidigung. Er denkt, seine Schwester spielt sich und anderen was vor und flieht nur vor der Verantwortung des Erwachsenenlebens. Zwischendurch trifft Kay Jesus auf einen Plausch am Bistrotisch im Bahnhof oder verbringt eine Nacht im Freien um die Größe und Schönheit der Welt in sich aufzusaugen. Sie illustriert erfolgreich ein Kinderbuch, hat Spaß mit John und führt ihn in ihre Familie ein, doch dann wird es „wieder dunkel“. John trifft Jesus an Kays Krankenbett und erfährt von Margaret, dass Kay gar nicht zeichnen kann. Haddons Figuren können der Tatsache, dass sie weder sich noch den anderen richtig kennen und einschätzen, nicht entkommen.
Das Stück durchzieht der Schrecken und gleichzeitig der Wunsch aus der eigenen Haut zu schlüpfen. Am Ende wird daraus ein aus der Haut fahren…
Mark Haddon untersucht feinfühlig menschliche Motivationen und Grenzen. Er fächert tiefgehende Fragen auf, bewahrt dabei aber auch den Blick für das Komische.

Übersetzer: Schmidt, K. D.
Originaltitel: Polar Bears
Originalsprache: Englisch
5 Darsteller
Aufführungsgeschichte: UA: 06.04.2010 London, Donmar Warehouse
DSE: 16.02.2012 Oldenburg, Staatstheater
Genre/Kategorie:  Schauspiel

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