Oliver Bukowski

Indianer

3 Damen, 2 Herren

25 Jahre Mauerfall. Da sollte doch eigentlich von „Ost“ und „West“ nichts mehr zu spüren sein, oder? Von wegen! Thomas lebt mit Tochter Paula auf einem alten Hof in Sachsen. Um dem drohenden Bankrott zu entgehen, beschließen sie eine „authentische“ indianische Schwitzhütte als Besucherattraktion zu bauen. Mit dem Eintreffen der ersten Gäste stoßen Ost- und Westmentalität, Vor- und Nach-Mauerfall-Generationen aufeinander. Maria und Stefan, Mittzwanziger aus Mühlheim, wollten schon immer mal echte Ossis treffen. Maria, die schon seit neun Jahren ihrem Tagebuch nichts mehr zu sagen hat, meint neuen Lebenssinn im Wiederaufbau des Kommunismus zu finden. Ihr Freund und Naturenthusiast Stefan hingegen ist von den Vorzügen des westlichen Kapitalismus überzeugt. Thomas wiederum glaubt felsenfest daran, dass die Wiedervereinigung für den Osten alles nur schlimmer gemacht hat. Paula, hin- und her gerissen zwischen Solidarität zu ihrem Vater und dem Wunsch, ihrer hoffnungslosen Situation zu entfliehen, versucht zwischen den Fronten zu vermitteln. Der stillen Mittvierzigerin Katja ist die Politik ziemlich egal. Sie will mit Thomas anbandeln, denn sie ist sicher, dass er ihr anonymer Online-Kontakt ist. Es kommt, wie es kommen muss: während diese fünf unterschiedlichen Charaktere versuchen, alte Indianerrituale nachzuahmen, treten Vorurteile und Konflikte aller Art zutage. Ob gemeinsames Schwitzen in der Indianerhütte die Differenzen zwischen Ost und West aus der Welt schaffen kann?

5 Darsteller
Aufführungsgeschichte: UA: 7. November 2014, Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau
Genre/Kategorie:  Schauspiel

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