Jan Neumann

Bombenstimmung

1 Dame, 5 Herren

Mitten im Herzen der so genannten Lügenpresse versucht eine abgespeckte Provinzredaktion sich über Wasser zu halten. Peter, langgedienter engagierter Sportjournalist, mittlerweile verantwortlicher Redakteur für eigentlich alle Ressorts, wünscht sich eine recherchebasierte Berichterstattung. Aber er hat Stress und er ist müde. Der neue Chef vom Dienst, Daniel, entspricht Peters fleischgewordenem Feindbild: jung, dynamisch, hinter jeder heißen Story her, dabei immer das Fähnchen nach dem Wind der Chefetage in der Landeshauptstadt, die auf weitere Einsparungen durch Fusionierung drängt. Die Anzeigenverkäuferin Marina hat genug vom ewigen Gestreite der Kollegen – miteinander statt gegeneinander, ist ihre Devise. Die These, dass Terrorismus auch sein Gutes hat, weil man in der Not zusammenrückt, leuchtet ihr ein wie lange nichts mehr. Nach der peinlichen Fehlmeldung, dass der politisch sowieso schon angeschlagene Bürgermeister Kurz gestorben sei, kommt nun auch noch eine Terrormeldung in der Redaktion an. Ist der Brief echt? Könnte Heiko, Peters Neffe, der sich angeblich spontanradikalisiert hat und einer Terrorzelle angehört, etwas mit der Sache zu tun haben? Und gäbe eine Veröffentlichung den Rechten, die gute Chancen haben, die vor der Tür stehenden Wahlen zu gewinnen, noch mehr Aufwind? Was tun, wenn gleichzeitig Fusion und Deadline drohen? Aber dann kommt es noch viel schlimmer – und es herrscht definitiv Bombenstimmung in der Redaktion...!

6 Darsteller
Aufführungsgeschichte: UA: 11.05.2017 Recklinghausen, Ruhrfestspiele (Koproduktion mit dem Deutschen Nationaltheater, Weimar)
P: 08.09.2017 Weimar, Deutsches Nationaltheater
Genre/Kategorie:  Komödie, Schauspiel

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