Oliver Bukowski

Der Sohn

3 Damen, 3 Herren

"Der Preisträger des Lausitzen 2019, Oliver Bukowski, möchte sich mit einer Familie mit Wohnsitz in der Nähe von Cottbus auseinandersetzen. Die Familienmitglieder sympathisieren eher mit der linken Politik, kommen aber – laut der jüngeren Generation – nicht zu Potte: „Sie reden und labern nur, und doch passiert nichts!“ Sämtliche Gesellschaftsentwürfe
und Utopien hält Tine, die 20-jährige Tochter, für „idiotisch und Zeitverschwendung, denn alles, was mit Menschen zu tun
hat, wird irgendwann mal große Scheiße“. Ihr 16-jähriger Bruder Norman schert komplett aus dem Familien- und Gesellschaftssystem aus: „Leben gleich Labern, das schlagt ihr uns ernsthaft vor…“ Norman pubertiert nicht nur, er hat auch hieb- und stichfeste Argumente für die rechte Seite in der Politik und auf der Straße. Er will, dass endlich was passiert. Kann allerdings mit seiner geringen Lebenserfahrung – das liegt in der Natur der Sache – nicht mit Erfahrungen auftrumpfen, sondern eher mit einer „Zukunftsbehauptung“. Haltungen und Lebensentwürfe krachen aufeinander.
Letztendlich schämt sich Norman für das Land, welches seinen hochintelligenten Vater zum Wachmann, der Frauen beim Sommerschlussverkauf die Türen aufhält, degradiert hat. Bukowski kennt die Lausitz gut, ihm sind Mentalität und Lebenseinstellungen nicht fremd. Er ist gesellschaftskritisch und schafft es, Feindseligkeiten, aber auch ungewollte Lebensumstände zwischen den Menschen, liebevoll zu beschreiben."
Aus der Ankündigung der Neuen Bühne Senftenberg, Spielzeit 2019/20

Was Oliver Bukowski in DER SOHN beschreibt, weist über die Region der Lausitz weit hinaus. Sein Theaterstück ist ein hochpolitischer Beitrag zur gesellschaftlichen Situation in der Bundesrepublik. Es zeigt die Verunsicherung vieler Menschen, auch hervorgerufen durch eine neu geordnete Parteienlandschaft; es zeigt Wölfe im Schafspelz, die diese Verunsicherung ausnutzen und Menschen, die Auswege suchen - leider auch die falschen.

Originalsprache: Deutsch
6 Darsteller
Aufführungsgeschichte: UA: 28.03.2020 Senftenberg, Neue Bühne
Genre/Kategorie:  Schauspiel

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