Dopler, Teresa

Monte Rosa

Dichte Dunstwolken liegen in den Tälern, die Gletscher sind abgeschmolzen, und nur hoch oben in den Alpenmassiven sind noch Bergsteiger unterwegs. Gut trainiert und bestens ausgerüstet sind sie immer am Weg auf den nächsten Gipfel, dorthin, wo die Luft am saubersten ist. Drei von ihnen begegnen sich unterwegs, man scannt freimütig Gesundheit, Alter und Fitness, um den Wert des Gegenübers zu ermessen, und eventuell eine vorübergehende Partnerschaft auszuhandeln. Schnell wird klar, dass hier fragwürdige Werte und eigenartige Umgangsformen gelten. Die Vergangenheit und alles abseits der Berge scheint vergessen, auch Gesichter merkt sich hier niemand mehr, und über den Tod des eigenen Partners im Steinschlag kommt man schnell hinweg. Anstatt menschlicher Gefühle herrscht ein stählerner Optimismus. Fast scheint es so, als könne diese Bergsteiger nichts mehr in ihrem Dasein erschüttern…

„In einfachen, knappen, mitunter sehr humorvollen Dialogen und vor der erhabenen Kulisse nebliger Berge entwickelt Teresa Dopler in ‚Monte Rosa‘ ein erschreckendes Zukunftsszenario zwischen romantischer Schönheit und globaler Zerstörung“ …. Die Perspektiven kippen in diesem veritablen Schauspieler-Text immer wieder von scheinbar gefestigtem Boden auf unsicheres, ja beängstigendes, verstörendes Terrain.“ (Christine Wahl: Laudatio zur Vergabe des Peter-Turrini Stipendiums)

3 Darsteller
Aufführungsgeschichte: UA: 12.03.2021 St. Pölten, Landestheater Niederösterreich
Genre/Kategorie:  Schauspiel

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