Neumann, Jan

Sensemann & Söhne

2 Damen, 3 Herren

Wenn wir über den Tod nachdenken, dann besinnen wir uns lieber auf das Leben. Denn für uns Heutige ist er eine größere Zumutung als für unsere Vorfahren. Man möchte ihn ausklammern, wegradieren aus dem Dasein. Fieberhaft arbeiten Denkfabriken und Labore daran, das menschliche Leben zu verlängern. Aber noch ist jede Existenz endlich.
In einer dritten Stückentwicklung für das DNT – zum zweiten Mal mit dem Schauspiel des Staatstheaters Mainz – wollen Jan Neumann und sein Spielensemble sich dem Umgang mit dem Tod widmen: Was bedeutet ein unwiderruflicher Verlust? Können wir uns wirklich auf das Ende vorbereiten und wer hilft uns dabei? Würde ich anders leben, wenn ich mein Todesdatum kennen würde? Wer verdient in unserer Gesellschaft an den Toten? Sollte im Umkehrschluss das Wissen um unsere Sterblichkeit nicht immer mit einer Feier des Daseins verknüpft sein, mit einer Wertschätzung des Augenblicks?
Schauspieler*innen aus Mainz und Weimar werden diesen Fragen nachgehen, sie werden in verschiedene Rollen schlüpfen und als Trauerredner*in, Bestattungsunternehmer*in, als Todgeweihte und/oder Lebenshungrige, als Kneipenwirt*in oder Nachlassverwalter*in zu erleben sein. Die Perspektiven auf den letzten Moment eines Menschen sind so verschieden wie die Menschen selbst und sie entbehren nicht der Komik.
Deutsches Nationaltheater Weimar

Koproduktion des Staatstheaters Mainz mit dem Deutschen Nationaltheater Weimar

5 Darsteller
Aufführungsgeschichte: UA: 26.09.2020 Weimar, Deutsches Nationaltheater; 03.10.2020 Mainz, Staatstheater
Genre/Kategorie:  Schauspiel

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