Jean Anouilh

Romeo und Jeannette

Schauspiel in 3 Akten
3 Damen, 4 Herren

Anouilh hat Shakespeares berühmte Tragödie geistvoll variiert: Zwei ungleiche Schwestern kämpfen um denselben Roméo, der hier Friedrich heißt. Friedrich und Julia wollen heiraten. Deshalb besuchen sie zusammen mit Friedrichs Mutter Julias Elternhaus, wo das Trio auf den verwahrlosten Brautvater und dessen zynisch abgewrackten Sohn. Während die beschämten Frauen aus der verlotterten Wohnung eine gastliche Begegnungsstätte herrichten, stürzt Jeannette, die ebenfalls hier wohnhafte Schwester Julias, zu Tür herein und klagt die ungebetenen Besucher in flammender Rede des Mordes an ihrem Hahn Leo an. Der war der Friedrich - Mutter als willkommener Ersatz für nicht vorhandenen Proviant vors Küchenmesser gelaufen. Wie vom Blitz getroffen erliegt Friedrich dem Temperament des Mädchens, und auch Jeannette, ein reizvolles Luder, das geradewegs aus dem Bett eines Freiers gelaufen kommt, fühlt sich von dem jungen Mann magisch angezogen. Friedrich sagt der redlichen Julia ade, um mit Jeannette in eine Waldlaube zu flüchten. Doch Jeannette verlangt von ihrem Roméo bedingungslose Liebe - auch als die verzweifelte Julia Gift schluckt und Friedrich los eilt, sie zu retten. Das muß, wie schon bei Shakespeare, tragisch enden.

Übersetzer: Geiger, Franz
Originaltitel: Roméo et Jeannette
Originalsprache: Französisch
7 Darsteller
Aufführungsgeschichte: UA: 01.12.1946 Paris, Théâtre de l'Atelier
DSE: 09.10.1947 Wien, Akademietheater
DE: 19.10.1949 Bochum, Schauspielhaus
Genre/Kategorie:  Schauspiel

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