Tabori, George

Weisman und Rotgesicht

Ein jüdischer Western
1 Dame, 3 Herren

Wenn George Tabori seinen Weisman in die Wüste schickt und ihn dort einem Indianer begegnen läßt, so nennt er das zwar einen „Jüdischen Western“, aber tatsächlich wird Weisman hier in der Wüste, wie einst Moses, mit den letzten Dingen (und folglich sich selbst) konfrontiert.
Weisheit und Gewitzel gehen dabei eine schier unbeschreibliche Mischung ein, die man nachgerade als „taborisch“ bezeichnen möchte. Kurz: „Weisman und Rotgesicht“ erlebte seine Uraufführung im Wiener Akademietheater. (…)
Von außen her könnte die Situation realistisch wirken: Ein älterer Jude, mit der Urne seiner Frau unterm Arm und seiner behinderten Tochter im Schlepptau, ist auf dem Weg nach New York in einem elenden Stück Wüste gelandet, und weil wir in Amerika sind, findet sich noch rasch jemand, der ihm sein Auto stiehlt. Ein auf einem Esel einherreitender Indianer scheint die letzte Hoffnung, wieder mit der Zivilisation in Berührung zu kommen – aber da hat Weisman nicht mit den Problemen des Indianers gerechnet. (…)
Volksblatt, 1990

Übersetzer: Grützmacher-Tabori, Ursula
Originaltitel: Weisman and Copperface
Originalsprache: Englisch
4 Darsteller
Aufführungsgeschichte: UA: 23.03.1990 Wien, Akademietheater
Genre/Kategorie:  Schauspiel

Übersetzungen in andere Sprachen: Französisch, Portugiesisch, Türkisch

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