Aloha!

vom 24.4.2019

Dank Peter Schanz liegt Göttingen jetzt in der Südsee. Jedenfalls ein Teil Göttingens. Womit das Junge Theater gemeint ist, wo der Autor und Regisseur Schanz zum dritten Mal schrieb und inszenierte. ALOHA, THERESE! widmet sich Georg Forster aus der Sicht seiner Frau Therese Heyne.

„Stoffe mit regionaler Anbindung und globaler Relevanz sind ein Spezialgebiet in der Arbeit von Regisseur Peter Schanz. Der Gast am Haus an der Hospitalstraße entwickelt gerne mit den Häusern, an denen er engagiert ist, solche Themen. Nach Lichtenberg und den 68ern nun also ALOHA THERESE! Im Zentrum der Geschichte steht die Göttinger Professorentochter und sogenannte Universitätsmamsell Therese Heyne. (…) Ende des 18. Jahrhunderts lebten in Göttingen einige junge Frauen, die das tradierte Frauenbild infrage stellten. Die Töchter von Professoren zeigten sich selbstbewusst und wollten in die akademische Landschaft einsteigen. (…)
Temperamentvoll agieren die Giese, Brehl und Mendel. Sie zicken sich an, ziehen über sich andere her und geißeln die Affären der Kolleginnen. Auch Goethe spielt als möglicher Kindesvater hier eine Rolle. (…)
In langen Kleidern stehen die Frauen auf der Bühne, es wird nicht ihr einziges Kostüm bleiben. Baströckchen und Kokosnuss-Schalen am Bande zum Verhüllen der Oberweite zieht Schanz schmunzelnd aus einer Kiste.“
Peter Krüger-Lenz, Göttinger Tageblatt, 02.04,2019

„ALOHA THERESE! verpackt die Geschichte einer Universitätsmamsell, den Kolonialismus, die Emanzipation und allgemein menschliche Themen in ein rasantes Theaterstück – vielseitig, anregend und auf hohem Niveau reflektierend.“
Anna Luise von Campe, kulturbüro, 13.04.2019

„Sprachlich in der Gegenwart angesiedelt, liefern sich die Mamsellen einen Zickenkrieg wie in einer Seifenoper. Doch Schanz bleibt keineswegs im Banalen, sondern spielt mit den Klischees. Dabei gelingt es dem Autor, der auch Regie führte, immer wieder tiefgründige Weisheiten in die Dialoge zu streuen und Furchtbares, Witziges und Berührendes in einer Szene zu vereinen.“
Claudia Nachtwey, Göttinger Tageblatt, 15.04.2019


„ (…) Witzig. Intelligent. Eine glanzvolle Leistung des Ensembles.“
HNA, 14.04.2019

„Aloha Therese!“

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