Zoom-Premiere

Schiffbruch vor Lampedusa

vom 22.2.2021

Bild: Residenztheater

Davide Enias Monolog FINSTERNIS schildert das Ankommen der über das Mittelmeer flüchtenden Menschen auf der italienischen Insel. Robert Dölle spielt, Nora Schlocker inszeniert am Residenzttheater München.

Als "Blick über den Tellerrand" bezeichnet die Süddeutsche Zeitung Davide Enias Monolog, der auf der Grundlage seines Romanberichts ("Schiffbruch vor Lampedusa", Wallstein Verlag 2019) entstanden ist und den der Autor und Schauspieler seit einiger Zeit in Italien und auf Gastspielreisen spielt. Im Residenztheater lässt Nora Schlocker das Geschehen in einer Küche stattfinden (Bühne und Kostüme: Rosanna König, Jonas Vogt). "Dabei reichen ihr in der Küchenenge zwei Kameras, in die Dölle wechselweise hineinspricht. Ganz so, als wäre der Zuschauer Gast. So nimmt das Politische blitzschnell im Privaten Platz", schreibt Yvonne Poppek. Robert Dölle als Davide Enia berichtet von seinen Gesprächen mit Freunden, die auf der Insel leben, den Rettungstauchern und dem Friedhofswächter. Und dabei ist er stets im Gespräch mit seinem Vater und seinem an Krebs sterbenden Onkel. Am Ende erzählt er die Geschichte eines Mädchens: "Ihr Name ist Europa. Dies ist die Geschichte unseres Ursprungs. Wir sind die Söhne und Töchter einer Fahrt übers Meer."

„Finsternis“

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