Das Spiel mit dem Ego

vom 15.5.2018


© Candy Welz

Identität ist auch ein Konstrukt für soziales Miteinander. Aber nicht jeder kann das, nicht jeder hält das aus. Zum Beispiel Rieke, die Hauptfigur in Oliver Bukowskis neuem Stück VERZICHT AUF ZUSÄTZLICHE BELEUCHTUNG, das jetzt als Koproduktion der Ruhrfestspiele Recklinghausen und des Deutschen Nationaltheaters Weimar in der Regie von Stephan Rottkamp uraufgeführt wurde. Riekes Ego bricht sich in narzisstischen Rollenspielen Bahn - ein nicht gesellschaftskonformer Trip, der definierte Grenzen sprengt.

Pressestimmen:

„Regisseur Stephan Rottkamp hat sich für eine reduzierte abstrakte Deutung entschieden, er setzt ganz auf die Sprache des Dramatikers und auf Intonation, Mimik und Gestik seiner fünf exzellenten Darsteller.“
Tina Brambrink, Westdeutsche Allgemeine, 12. Mai 2018

„Mit gewohnt scharfer Zunge verhandelt Oliver Bukowski gleich eine ganze Palette an Gegenwartsproblemen: den Generationenkonflikt, Identitätskrisen, Co-abhängigkeiten, die Rolle der Geschlechter… All das nutzt auch der Regisseur für sein Hauptthema: Das Fehlen des Wir-Gefühls in der heutigen Ich-Welt“
T.B., WAZ, siehe oben

„Aber Stephan Rottkamps Inszenierung der Uraufführung verzichtet auf ganz schön viel. Keine Requisiten, keine individuellen Kostüme, keine Musik, keine festen Rollen, kein Bühnenbild. Nur Sprache, Körper und Gesicht der Schauspielerinnen und Schauspieler. Immerhin, nur ganz am Anfang und am Ende stehen fünf Personen im Dunkeln, sonst wird ordentlich geleuchtet: alles taghell. Immerhin, es gibt auf der Bühne würfelförmige Käfige, die zu drei Buchstabenzusammen geschweißt sind: E-G-O (Bühne: Kathrin Frosch).“
Gerhard Preußer, nachtkritik, 10.Mai 2018

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