FALSCH - Spannende Wahrheitssuche in Münster

vom 12.12.2017


© Theater Münster

Schauspieldirektor Frank Behnke hat in Münster Lot Vekemans Kammerspiel FALSCH als deutschsprachige Erstaufführung auf die Bühne gebracht. Die kleine Spielstätte U2 erweist sich dabei als geeigneter Ort, die Zuschauer in einem spannenden Zusammenspiel dreier überzeugender Schauspieler hautnah miterleben zu lassen, wie qual- und widerspruchsvoll sich die Suche nach Wahrheit für jeden einzelnen darstellt. Das Stück der niederländischen Autorin wurde nominiert für den Literaturpreis der Königlichen Akademie für niederländische Sprache und Literatur, der alle fünf Jahre an Bühnenwerke verliehen wird.

„FALSCH von Lot Vekemans ist ein raffiniertes Vexierspiel um zwei Schwestern, die einen Autounfall hatten. Sis, die am Steuer saß, behauptet, gegen eine Leitplanke gefahren zu sein. Ein Zeuge sagt, dass es ein Mensch war.“
Helmut Jasny, Westfälische Nachrichten, 1. Dezember 2017

„Ein verdichtetes, zeitgenössisches Kammerspiel wurde dem Premierenpublikum am Mittwoch im Theater Münster dargeboten (...) Das existenzialistische Stück, in dem drei Personen auftreten, gilt dem Wesen von Schuld und Verantwortung.“
Alexander Reuter, Die Glocke ,1.Dezember 2017

„Lot Vekemans hat diese Szenerie in FALSCH entworfen, das in der kleinsten Spielstätte des Theaters Münster, dem U2, seine deutschsprachige Erstaufführung feiert. Das ist der ideale Ort für dieses Stück. Sechzig Zuschauer können wirklich hautnah die Qualen der drei handelnden Personen erleben, die sie in einem hermetisch abgeriegelten Raum erfahren.“
Thomas Hilgemeier, theater pur, 29. November 2017

„Carola von Seckendorff und Ulrike Knobloch in den Rollen der Schwestern verhalten sich so, dass der Zuschauer immer nur Bruchstücke erfährt, die er selbst zu einer möglichen Wahrheit zusammensetzen muss. Ähnlich ambivalent ist die Rolle von Bálint Tóth angelegt. (...) offensichtlich hat der Zellbiologe, der jetzt als Aussteiger in einem alten Wohnwagen lebt, ebenfalls Probleme mit der Wirklichkeit.“
s.o. Helmut Jasny

„Diese Gegensätze arbeitet Lot Vekemans fein heraus- wie auch die Person des G. Der hat sich irgendwann aus dem realen Leben verabschiedet und wird nun von seinen Peinigern mit körperlicher Gewalt gezwungen, seine Sicht auf den Unfall zu offenbaren. Als alle drei aufeinander treffen, entladen sich die Spannungen bis in die Entfaltung körperlicher Gewalt.“
s.o. Thomas Hilgemeier

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